Was steckt hinter „Wir planen mit Tourpilot“?
Wenn Sie diesen Hinweis auf der Website Ihres Fachbetriebs sehen, bedeutet das: Der Betrieb nutzt Tourpilot, um seine Wartungseinsätze zu organisieren. Die Software hilft dabei, anstehende Wartungen, verfügbare Fachkräfte, benötigte Zeit und die Lage der Kundenadressen gemeinsam zu berücksichtigen.
Statt jeden Termin einzeln zu betrachten, kann der Betrieb passende Wartungen in Ihrer Umgebung zu einer Tour zusammenstellen. Beispielsweise lässt sich prüfen, ob Ihre Heizungswartung am selben Tag wie weitere Wartungen in der Nachbarschaft stattfinden kann. So können unnötige Wege zwischen den Einsätzen entfallen.
Ihr Ansprechpartner für den Wartungsvertrag, die Terminvereinbarung und die Arbeiten vor Ort bleibt Ihr Fachbetrieb. Tourpilot unterstützt die Planung im Hintergrund. Der Hinweis auf die Software beschreibt diese Arbeitsweise; er ist keine unabhängige Umweltzertifizierung und kein Gütesiegel für die handwerkliche Leistung.
Was bedeutet ressourcenschonende Tourenplanung?
Ressourcenschonende Tourenplanung bedeutet, notwendige Kundentermine so zu organisieren, dass vermeidbare Fahrten und Umwege möglichst entfallen. Im Wartungsbetrieb gehören dazu die Auswahl räumlich zusammenpassender Aufträge, eine sinnvolle Reihenfolge und die Vorbereitung jedes Einsatzes. Die vereinbarte Wartungsleistung bleibt dabei vollständig erhalten.
Der Umweltbezug ist konkret: Bei Verbrennern entstehen während der Fahrt durch den Verbrauch von Benzin oder Diesel Treibhausgasemissionen. Der Verbrauch hängt auch von Fahrweise und Nutzung ab. Weniger unnötige Fahrleistung kann deshalb helfen, Kraftstoff und damit verbundene Emissionen zu reduzieren. Auch bei Elektrofahrzeugen ist der Energiebedarf der Fahrten relevant.
Dabei zählt die tatsächliche Fahrt: Eine schnellere Verbindung kann mehr Kilometer umfassen. Wie viel Energie eingespart wird, hängt deshalb auch vom Fahrzeug und der Strecke ab. Die Nutzung einer Planungssoftware allein belegt noch keine bestimmte Einsparung.
Was bedeutet die gemeinsame Tourenplanung für Sie?
Ihr Betrieb kann Ihnen einen Termin vorschlagen, an dem bereits weitere Wartungen in Ihrer Nähe vorgesehen sind. Wenn dieses Zeitfenster für Sie passt, helfen Sie dabei, die Einsätze sinnvoll zusammenzulegen. Sie müssen dafür keinen unpassenden Termin akzeptieren: Ihre Verfügbarkeit und die vereinbarten Wartungsfristen gehören zur Abstimmung dazu.
Ein Beispiel: Ihr Fachbetrieb ist am Dienstag bereits in Ihrem Ort unterwegs und fragt, ob Ihre anstehende Wartung ebenfalls an diesem Tag möglich ist. So lässt sich prüfen, ob ein zusätzlicher Weg in die Region vermieden werden kann. Ob das gelingt, hängt von den übrigen Terminen und den notwendigen Arbeiten ab.
Auch eine gute Vorbereitung hilft: Bestätigen Sie den vereinbarten Termin, ermöglichen Sie den Zugang zur Anlage und teilen Sie bekannte Besonderheiten vorab mit. Falls Sie verhindert sind, geben Sie dem Betrieb möglichst früh Bescheid. So kann er seine Tour anpassen und eine erfolglose Anfahrt vermeiden.
Die vereinbarte Wartungsleistung bleibt erhalten. Bei einer Störung oder einem dringenden Problem wenden Sie sich direkt an Ihren Fachbetrieb, damit er die Dringlichkeit einschätzen und den Einsatz entsprechend planen kann.
So setzen Wartungsbetriebe das um
Für Wartungsbetriebe beginnt ressourcenschonende Planung bereits vor der Terminvergabe. Die folgenden Abschnitte zeigen, wie Sie fällige Wartungen regional bündeln, Einsätze vorbereiten und die Wirkung mit eigenen Betriebsdaten prüfen können.
Der größte Planungsspielraum liegt häufig vor der Terminvergabe.
Wenn jeder Wartungstermin einzeln in die nächste freie Kalenderlücke gesetzt wird, können über die Woche verstreute Anfahrten entstehen. Ein Monteur fährt dann möglicherweise an mehreren Tagen in denselben Ort, obwohl sich ein Teil der fälligen Wartungen gemeinsam hätte einplanen lassen.
Ein möglicher Ablauf: Die Disposition prüft zunächst, welche Wartungen in einem Gebiet im vorgesehenen Zeitraum fällig sind. Anschließend gleicht sie Dauer, erforderliche Qualifikation und verfügbare Arbeitszeiten ab. Erst daraus entstehen passende Terminangebote für die Kunden. So wird die geografische Lage bereits bei der Terminabstimmung berücksichtigt.
Ein vereinfachtes Beispiel: Drei im selben Zeitraum fällige Wartungen liegen im gleichen Ort. Passen Kundenverfügbarkeit, Monteur und Wartungsdauer zusammen, können sie Teil einer gemeinsamen Tour werden. Ob dadurch tatsächlich Strecke entfällt, hängt auch von den übrigen Aufträgen sowie Start- und Endpunkt der Tour ab.
Fälligkeiten, zugesagte Zeitfenster und dringende Störungen bleiben verbindliche Planungsbedingungen. Eine Wartung sollte nicht allein zugunsten einer kürzeren Strecke außerhalb des vereinbarten Zeitraums liegen. Regionale Bündelung braucht deshalb Spielraum und klare Ausnahmen.
Auch ein gut vorbereiteter Termin kann eine weitere Fahrt vermeiden.
Eine kurze Route hilft wenig, wenn der Monteur vor einer verschlossenen Tür steht oder benötigtes Material fehlt. Ressourcenschonende Einsatzplanung umfasst deshalb mehr als die Reihenfolge von Adressen. Zu jedem Termin sollten die konkrete Anlage, der vereinbarte Leistungsumfang und besondere Zugangsbedingungen bekannt sein.
Die Disposition kann vorab klären, ob die Ansprechperson erreichbar ist, wer den Technikraum öffnet und ob bekannte Ersatzteile oder besondere Qualifikationen benötigt werden. Eine Terminbestätigung schafft zusätzliche Klarheit. Unvorhersehbare Reparaturen können weiterhin eine zweite Anfahrt erfordern; sie sollten getrennt von vermeidbaren Wiederholungsfahrten betrachtet werden.
- Objektadresse und Anlagenangaben vor der Planung prüfen.
- Wartungsdauer und benötigte Qualifikation berücksichtigen.
- Zugang, Ansprechpartner und Kundenzeitfenster klären.
- Bekannten Materialbedarf vor der Abfahrt abstimmen.
- Absagen rechtzeitig aufnehmen und betroffene Touren neu beurteilen.
Kilometer je Wartung und Gesamtverbrauch gemeinsam vergleichen.
Für einen ersten Vergleich eignen sich mehrere repräsentative Wochen vor und nach einer Planungsänderung. Erfassen Sie für denselben betrachteten Bereich die tatsächlich gefahrenen Kilometer, erledigten Wartungen, Fahrzeiten und den Kraftstoff- oder Stromverbrauch. Nutzen Sie dafür vorhandene Fahrtenaufzeichnungen und Verbrauchsdaten. Planwerte aus einer Route sollten als solche getrennt erkennbar bleiben.
Eine einfache Kennzahl lautet: gefahrene Kilometer im betrachteten Wartungsbereich geteilt durch die Zahl der dort erledigten Wartungen. Dokumentieren Sie, ob Fahrten vom Betrieb, Rückwege und Materialfahrten enthalten sind. Bei gemischten Reparatur- und Wartungstouren muss die Zuordnung einheitlich erfolgen, damit der Vergleich aussagekräftig bleibt.
Rechenbeispiel mit frei gewählten Werten, kein Tourpilot-Kundenergebnis: 1.200 Kilometer für 60 Wartungen entsprechen 20 Kilometern je Wartung. Bei 1.020 Kilometern für ebenfalls 60 Wartungen sind es 17 Kilometer. Das sind 180 Kilometer beziehungsweise 15 Prozent weniger Fahrleistung in diesem Beispiel. Ob die Planungsänderung die Ursache ist, muss anhand der Einsatzbedingungen geprüft werden.
Vergleichen Sie möglichst ähnliche Einsatzgebiete, Auftragsarten und Zeiträume. Saison, Wetter, Baustellen, Fahrzeugwechsel und Störungseinsätze können die Werte beeinflussen. Halten Sie außerdem Zweitanfahrten, Termintreue und die vollständige Durchführung der Wartungen im Blick.
Weniger Kilometer je Wartung bedeuten nicht automatisch einen geringeren Gesamtverbrauch: Werden gleichzeitig mehr Aufträge ausgeführt, kann die gesamte Fahrleistung steigen. Eine prozentuale Kilometerersparnis ist außerdem nicht ohne Weiteres dieselbe prozentuale CO₂-Ersparnis. Für eine Emissionsberechnung sind passende Verbrauchsdaten, Emissionsfaktoren und eine klar beschriebene Berechnungsgrenze nötig.
Wie Tourpilot die Zusammenstellung passender Wartungstouren unterstützt.
Tourpilot berücksichtigt geografische Zusammenhänge zusammen mit Fälligkeiten, Wartungsdauer, Qualifikationen, Arbeitszeiten und Kundenbedingungen. Räumlich passende Wartungen können so gemeinsam betrachtet werden, bevor eine Tour endgültig feststeht. Damit setzt die Planung bereits bei der Auswahl zusammenpassender Einsätze an.
Der Innendienst kann Planungen prüfen und bei Absagen, kurzfristigen Änderungen oder besonderen Kundenabsprachen anpassen. Ziel ist ein ausführbarer Tagesplan, der fachliche Anforderungen und sinnvolle Fahrwege zusammenbringt.
Welche Einsparung daraus im einzelnen Betrieb entsteht, hängt von Ausgangsplanung, Datenqualität, Kundenverfügbarkeit und tatsächlicher Durchführung ab. Tourpilot unterstützt diesen Prozess; konkrete Kilometer- oder Verbrauchseinsparungen müssen anhand der eigenen Betriebsdaten ermittelt werden.
Sechs Schritte für ressourcenschonendere Wartungstouren
Starten Sie mit einem überschaubaren Wartungsgebiet und einem klar abgegrenzten Zeitraum. So lässt sich nachvollziehen, welche Änderung im Alltag funktioniert und wo zusätzliche Abstimmung erforderlich ist.
- Ausgangslage festhalten: tatsächliche Kilometer, Verbrauch und erledigte Wartungen im gewählten Bereich erfassen.
- Planungsdaten vervollständigen: Fälligkeiten, Adressen, Dauer, Qualifikationen und Kundenbedingungen prüfen.
- Regionale Terminangebote vorbereiten: räumlich passende Wartungen innerhalb ihrer Fälligkeiten zusammenstellen.
- Durchführung absichern: Termin, Zugang und bekannten Materialbedarf rechtzeitig klären.
- Ergebnisse vergleichen: Kilometer je Wartung, Gesamtverbrauch, Zweitanfahrten und Termintreue auswerten.
- Kunden konkret informieren: den tatsächlichen Planungsablauf erläutern und nur nachvollziehbar belegte Ergebnisse nennen.
